ABBD-Positionen
Expertise/Stellungnahme zur Petition 180105 – Anhörung vom 23.02.2026
„Neuberechnung des Deutschlandtakts mit reduzierter Höchstgeschwindigkeit und einer Priorisierung des Bestandsnetzausbaus vom 07.04.2025“ (von der ABBD-Arbeitsgruppe Deutschlandtakt)
PDF-Auszug: Das [ABBD] hat mittlerweile drei Anträge formuliert, um Auswirkungen des aktuellen Zielfahrplans sichtbar zu machen. Viele Stakeholder haben den Begriff „Deutschlandtakt“ und seine guten Ideen im Kopf – aber leider nicht die damit verbundenen weitreichenden Festlegungen und Entscheidungen mit massiven negativen Auswirkungen. An der Grundproblemstellung ändert auch die sog. „Etappierung“ nichts. Deutschlandtakt JA! Zielfahrplan ÜBERARBEITEN!
Gerade jetzt besteht noch die Möglichkeit, korrigierend einzugreifen, zusätzliche wichtige Aspekte in die Umsetzung des Deutschlandtakts aufzunehmen und ihn weiterzuentwickeln.
Antrag zum Thema Deutschlandtakt und sein Zielfahrplan
Das Aktionsbündnis Bahn Bürgerinitiativen Deutschland (ABBD) und die aufgeführten Vereine und Bürgerinitiativen stellen den Antrag zum Deutschlandtakt und der Weiterentwicklung des 3. Zielfahrplans.
PDF-Auszug: Der aktuelle „auf Kante genähte“ Zielfahrplan (Zfp-3) ist anfällig für Verspätungen, die sich wie in einem Spinnennetz sofort auf andere Verbindungen und Knoten übertragen. Der revidierte Zielfahrplan (Zfp-R) muss mit einer maximalen Reisezuggeschwindigkeit von 250 km/h berechnet und die Infrastruktur danach ausgelegt werden. Auf vorhandenen Streckenabschnitten im Bestandsnetz, die 300 km/h ermöglichen, soll diese Maximalgeschwindigkeit von geeigneten Zügen nur im Verspätungsfall als Geschwindigkeitspuffer genutzt werden können. Etwas längere eingeplante Fahrzeiten mit ausreichend dimensionierten Pufferzeiten tragen zur Reduzierung von Folgeverspätungen bei. Die auf die Infrastruktur angepassten und nicht auf ein Minimum ausgelegten Halte- und Übergangszeiten sorgen für eine altersgerechte und entspannte Umsteigemöglichkeit.
Antrag zum Thema Nutzen-Kosten-Analyse
Das Aktionsbündnis Bahn-Bürgerinitiativen Deutschland [ABBD] und die aufgeführten Vereine und Bürgerinitiativen stellen den Antrag zur Überarbeitung der Nutzen-Kosten-Analyse bei Schienenprojekten und der sich daraus ergebenden zukünftigen Bahn-Projektplanung.
PDF-Auszug: Regelmäßig laufen in Deutschland die Kosten und Zeitpläne bei Bahn-Großprojekten aus
dem Ruder. Das fast 500-seitige Methodenhandbuch des Bundesverkehrsministeriums scheint dabei lediglich ein theoretisches Hilfsmittel, dafür leider aus praktischer Sicht ein ungeeignetes Werkzeug dazustellen. Denn trotz dieses Handbuchs scheinen zwischen der Analyse des theoretischen Bedarfs und dem Planen und Bauen eines tatsächlichen Projekts Welten zu liegen. Das Ur-Beispiel eines aus dem Ruder gelaufenen Bahn-Großprojekts ist ‚Stuttgart 21‘.
Antrag zum Thema Zielfahrplan + Zielnetz im Fokus der Klimaschutzziele
Das Aktionsbündnis Bahn Bürgerinitiativen Deutschland [ABBD] mit Unterstützung von 70 Bürgerinitiativen und Bahn-/Verkehrsexperten fordert die konsequente Ausrichtung des Deutschlandtakts und damit des Zielnetzes auf die Klimaschutzziele des Bundes. Bislang fehlen klare Vorgaben zur Treibhausgas (THG)-Bilanzierung der Entwicklung des Zielfahrplans und beim Infrastrukturmanagement – insbesondere bei Aus- und Neubauprojekten. Die wiederholte Zielverfehlung des Sektors Verkehr hat dramatische gesamtgesellschaftliche Folgen. Es besteht dringender klimaschutzpolitischer Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung.
